Tag 1: Anreise nach Nova Scotia

Früh am Morgen ging es los, da die Lufthansa ja die glorreiche Idee hatte, im Juni Bremen komplett zu streichen, mussten wir also über München nach Frankfurt. Alternativen wie Bahn oder Auto hatten wir geprüft, aber verworfen. Aus Gründen.

Also pünktlich in Bremen in den Flieger und  eine Stunde später in München gelandet. Dort haben wir erst mal zünftig gefrühstückt (Brezel mit Leberkäs, die Maß Bier haben wir uns gespart) und dann weiter zum Gate für den Weiterflug nach Frankfurt. Hier dauerte es, da die Maschine schon verspätet aus Frankfurt erwartet wurde. Aber wir hatten auch in Frankfurt genug Zeit, der Weiterflug nach Halifax war erst am Nachmittag.

Als wir dann endlich im Flieger saßen, dauerte es noch eine Weile. Dann meldete sich der gut gelaunte Pilot und erklärte die Lage. Die Maschine sei schon deutlich verspätet übernommen worden und jetzt sei auch noch ein Defekt an den Geräten für die Beladung. Aber da die Piloten der Meinung waren, dass die Passagiere es schon toll finden würden, wenn ihr Gepäck auch mitfliegt, haben sie sich entschieden, zu warten. Aber er hat versprochen, dass – sobald sie gestartet sind – der Schubhebel bis zum Anschlag nach vorne geschoben werden sollte, damit zumindest etwas Zeit wieder aufgeholt werden könnte. Naja, wir haben Urlaub und genug Zeit zum Umsteigen. Wird schon passen. Und ja, auch wir waren dankbar, dass unsere Koffer mit uns weiterreisen.

In Frankfurt stand dann ein Terminalwechsel an. Mit Sicherheitskontrolle. Und die fing schon mal gut an, vor dem Kontrollbereich waren einige Monitore außer Betrieb bzw. wussten zu berichten, dass der Computer nicht gestartet werden konnte und kein Betriebssystem gefunden hat. Bei der Durchleuchtung wurde uns gesagt, dass nichts aus den Rucksäcken herausgeräumt werden musste. Wenig später haben wir dann gesehen, warum: Das haben dann Kollegen am Ende der Bänder erledigt. Und auch das bedeutete viel Warten, da etwa jede zweite Tasche aussortiert wurde zur weiteren Kontrolle. Ach so, auch dort waren einige Monitore defekt, die IT kam gerade vorbei, um aus anderen Geräten Teile aus- und in die defekten einzubauen… Ziemlich kurios das Ganze.

Aber wir haben unseren Flieger nach Halifax mit immer noch etwas Zeit gut bekommen und da wir wieder Premium Economy gebucht hatten, war auch der Flug sehr angenehm. Der zusätzliche Platz schafft doch viel Entspannung. Und etwas Rotwein hilft auch mit.

In Halifax war die Einreise sehr unkompliziert, alles elektronisch, Mitarbeitende, die helfen konnten waren auch viele da.  Ein Beamter der Immigrationsbehörde schaute kurz auf den Ausdruck vom elektronischen Einreiseterminal und winkte uns durch. Dann mussten wir noch unsere Koffer in Empfang nehmen (Danke nachträglich an die Piloten in München!) und wir waren in Kanada.

Ein Shuttle vom Hotel holte uns ab und so waren wir nach einem langen Tag angekommen. Ausgeklungen ist der für uns mit einer Runde Schwimmen im Indoor-Pool (für draußen war es uns dann doch schon zu kühl) und später gab es dann noch eine Poutine (die muss einfach mindestens einmal sein, wenn wir in Kanada sind) und ein lokales Bierchen.