Nova Scotia 2026 - Tag 12

Der Tag begann mit dem Cape Forchu Lighthouse. Auf dem Weg dorthin legten wir noch einen kurzen Stopp an einem Aussichtspunkt ein, von dem aus man einen schönen Blick auf Yarmouth und die Bucht hat. Der Leuchtturm selbst war schnell erreicht, ein kurzer Besuch, ein paar Fotos, dann ging es weiter. Unterwegs füllten wir noch Gas auf — bei Home Hardware, das praktischerweise direkt am Weg lag. Auf dem Weg konnten wir einige schöne alte Häuser in Yarmouth sehen.

Danach fuhren wir wie am Vortag wieder bis nach Pubnico und bogen dort auf die Küstenstraße ab, den Lighthouse Trail. Nach kurzer Fahrt erreichten wir Shag Harbour, den Ort des in entsprechenden Kreisen berühmten UFO‑Vorfalls von 1967. Viel zu sehen gibt es dort nicht, aber die Geschichte ist kurios genug, um einen Stopp zu rechtfertigen. Wir trafen einen Fischer, der einfach das schöne Wetter nutzte, um aufs Meer zu schauen. Ein sehr entspannter Moment.

Einige Kilometer weiter besuchten wir das kleine Museum der Shag Harbour UFO Incident Society. Die Ausstellung ist liebevoll gemacht, aber das Fazit bleibt: Nichts Genaues weiß man nicht. Ein sympathischer Ort, der sich selbst nicht zu ernst nimmt.

Wieder nur eine kurze Fahrt später erreichten wir Captain Kat’s Lobster Shack. Über das Restaurant hatte ich schon bei der Vorbereitung gelesen, besonders über die preisgekrönten Lobster Rolls. Und ja — sie sind wirklich gut. Anständige Portionen, richtig lecker, und ein perfekter Stopp zur (verspäteten) Mittagszeit.

Eigentlich wollten wir danach noch nach Cape Sable Island abbiegen, aber wir waren so satt und das Wetter so schön, dass wir beschlossen, erst einmal zum Campingplatz zu fahren und uns den anzusehen, und zu überlegen, ob wir vielleicht einen Tag länger bleiben. Der Campingplatz lag direkt am Meer, mit weiter Aussicht über die Küste. Nach wenigen Minuten war klar: Wir bleiben.

Bevor die Sonne unterging, machten wir noch einen kurzen Spaziergang durch die Salzwiesen zum steinigen Strand. Das Licht wurde weicher, die Luft ruhiger. Den Sonnenuntergang selbst genossen wir mit einem Glas Wein — ein wunderschöner Moment, der den Tag perfekt abrundete.

Von den Nachbarn und der Betreiberin erfuhren wir später, dass am Morgen Seelöwen in der Nähe gewesen waren, die man vom Campingplatz aus gut sehen konnte. Vielleicht haben wir morgen Glück.

Ein ruhiger, sonniger Tag mit schönen kleinen Abzweigungen — und einem Abend, der lange nachwirkt.