Im Takt der Gezeiten – Nova Scotia 2026

Nova Scotia gehört zu den Regionen Kanadas, die seit vielen Jahren auf unserer Wunschliste stehen. Die Mischung aus rauer Atlantikküste, historischen Hafenstädten, ursprünglichen Landschaften und einer faszinierenden Mischung aus Mi’kmaq-, akadischer, schottischer und britischer Kultur macht die Provinz zu einem ganz besonderen Reiseziel.

Vom 2. bis 25. September 2026 werden wir die Provinz mit dem Wohnmobil erkunden. Unser Weg führt uns entlang einsamer Küstenstraßen, durch kleine Fischerdörfer und vorbei an einigen der eindrucksvollsten Naturlandschaften Atlantik-Kanadas. Von den Leuchttürmen der South Shore über die gewaltigen Gezeiten der Bay of Fundy bis zu den Highlands von Cape Breton möchten wir Nova Scotia in seinem eigenen Rhythmus erleben.

Der Titel dieser Reise ist dabei bewusst gewählt. Die Gezeiten prägen Nova Scotia wie kaum einen anderen Ort in Nordamerika. Besonders an der Bay of Fundy verändert sich die Landschaft innerhalb weniger Stunden vollständig. Wo eben noch Wasser war, lässt sich kurze Zeit später auf dem Meeresboden spazieren. Wenige Stunden danach kehrt das Meer zurück und bestimmt erneut den Takt des Tages. Dieses ständige Kommen und Gehen wird uns während der gesamten Reise begleiten.

Doch „Im Takt der Gezeiten“ beschreibt nicht nur die Natur, sondern auch unsere Art zu reisen. Mit dem Wohnmobil möchten wir uns bewusst Zeit nehmen, uns vom Wetter, von spontanen Entdeckungen und von Empfehlungen unterwegs leiten lassen. Kaum ein Tag ist durchgeplant. Vielmehr möchten wir die Freiheit genießen, länger zu bleiben, wenn uns ein Ort besonders gefällt, oder neue Wege einzuschlagen, wenn sich eine interessante Gelegenheit ergibt.

Unsere Route führt durch sechs sehr unterschiedliche Regionen Nova Scotias. Jede besitzt ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Landschaften. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte einer Provinz, deren Leben seit Jahrhunderten eng mit dem Meer verbunden ist.

Diese Seiten begleiten uns auf unserer Reise und halten Eindrücke, Begegnungen, Erlebnisse und Bilder fest. Vielleicht gelingt es dabei, ein Stück von dem einzufangen, was Nova Scotia so besonders macht: die Weite des Atlantiks, die Kraft der Gezeiten und die Gelassenheit der Menschen, die hier leben.


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Im Takt der Gezeiten – Nova Scotia 2026 – Übersicht über die Reise

Die Etappen unserer Reise

Eigentlich haben wir in diesem Jahr gar keine fest geplanten Etappen. Statt eines detaillierten Reiseplans haben wir nur eine grobe Route, viele Ideen und eine noch längere Liste von Orten, Wanderungen, Leuchttürmen, Stränden, Museen und kleinen Fischerdörfern, die wir unterwegs entdecken könnten.

Ob wir am Ende alles schaffen? Wahrscheinlich nicht. Aber genau das ist Teil des Plans. Wenn uns ein Ort besonders gefällt, bleiben wir einfach etwas länger. Wenn das Wetter nicht mitspielt, fahren wir weiter. Und wenn am Ende noch etwas auf der Liste übrig bleibt, haben wir einen guten Grund, wiederzukommen.

Daher gibt es hier zunächst nur einen Überblick über Nova Scotia und die Regionen, die wir während unserer Reise mit dem Wohnmobil erkunden möchten. Denn wie die Gezeiten an der Bay of Fundy wird auch unsere Route nicht jeden Tag gleich verlaufen – wir reisen ganz bewusst im Takt der Gezeiten.

Halifax ist das Tor zu Nova Scotia und für viele Reisende der erste Kontakt mit Atlantik-Kanada. Die Provinzhauptstadt liegt an einem der größten Naturhäfen der Welt und verbindet maritime Geschichte mit einer lebendigen Kulturszene, moderner Architektur und entspannter Lebensart.

Seit der Gründung im Jahr 1749 prägt der Hafen die Entwicklung der Stadt. Von hier aus brachen Schiffe in alle Teile der Welt auf, Einwanderer kamen nach Kanada und die britische Marine sicherte ihre Präsenz im Nordatlantik. Bis heute sind diese Einflüsse überall sichtbar: in der imposanten Zitadelle auf dem Citadel Hill, an der historischen Waterfront, im Maritime Museum of the Atlantic und am Pier 21, dem ehemaligen Eingangstor für Millionen Einwanderer.

Doch Halifax ist weit mehr als nur Geschichte. Entlang der Hafenpromenade laden Restaurants, Brauereien, Cafés und kleine Geschäfte zum Bummeln ein. Die Public Gardens bieten eine grüne Oase mitten in der Stadt, während die Fähre nach Dartmouth eine der schönsten Perspektiven auf die Skyline eröffnet. Moderne Architektur trifft hier auf historische Backsteinbauten, internationale Einflüsse auf maritime Traditionen.

Halifax ist der ideale Ort, um in die Atmosphäre Nova Scotias einzutauchen. Die Stadt verbindet Kultur, Geschichte und Lebensfreude mit der Gelassenheit des Atlantiks und bildet einen perfekten Auftakt oder Abschluss einer Rundreise durch die Provinz.

Die South Shore ist für viele das Nova Scotia aus dem Bilderbuch. Entlang der zerklüfteten Atlantikküste reihen sich Leuchttürme, kleine Fischerdörfer, vorgelagerte Inseln und farbenfrohe Hafenstädte aneinander. Seit Jahrhunderten prägen Fischerei, Schiffbau und der Handel über den Atlantik das Leben der Menschen in dieser Region.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese maritime Geschichte in Lunenburg. Die UNESCO-Welterbestadt mit ihren bunt gestrichenen Holzfassaden und dem berühmten Schoner Bluenose II gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Provinz. Doch die South Shore bietet weit mehr als historische Hafenorte. Zwischen Granitfelsen und einsamen Buchten finden sich kreative Künstlergemeinden, kleine Galerien, gemütliche Cafés und traditionelle Handwerksbetriebe.

Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählen die weltberühmten Granitfelsen von Peggy’s Cove, die ruhigen Strände und Küstenwege rund um Port Joli sowie die Wälder, Seen und Kanurouten des Kejimkujik-Nationalparks. Hier verbindet sich die raue Schönheit des Atlantiks mit einer bemerkenswerten Gelassenheit, die vielerorts zum Markenzeichen Nova Scotias geworden ist.

Wer Nova Scotia zum ersten Mal bereist, findet an der South Shore vieles von dem, was die Provinz so besonders macht: maritime Geschichte, spektakuläre Küstenlandschaften, freundliche Menschen und das Gefühl, dass die Zeit hier ein wenig langsamer vergeht.

Entlang der südwestlichen Küste Nova Scotias erstreckt sich eine Region, die wie keine andere von ihrer akadischen Geschichte geprägt ist. Die Yarmouth & Acadian Shores erzählen von den Nachfahren der französischen Siedler, die seit Jahrhunderten an den Küsten des Atlantiks leben und ihre Sprache, Kultur und Traditionen bis heute bewahrt haben.

Die Region wirkt ursprünglicher und oft auch etwas ruhiger als die bekannteren Küstenabschnitte der Provinz. Kleine Fischerdörfer, bunte Hafenanlagen und lange Sandstrände prägen das Landschaftsbild. Die Fischerei spielt nach wie vor eine zentrale Rolle, und in vielen Orten bestimmen Hummerfang, Bootsbau und die Verarbeitung von Meeresfrüchten noch heute den Alltag.

Neben ihrer reichen Geschichte beeindruckt die Region vor allem durch ihre Nähe zum Meer. Leuchttürme markieren die felsigen Küsten, Fischerboote schaukeln in geschützten Buchten, und entlang der Küstenstraßen eröffnen sich immer wieder weite Ausblicke über den Atlantik. Besonders der markante Cape Forchu Lighthouse ist zu einem Wahrzeichen der Region geworden.

Die akadische Kultur ist überall spürbar – in der Sprache, in den Ortsnamen, in der Musik und in der Küche. Im historischen Akadierdorf können Besucher in die Vergangenheit eintauchen und erleben, wie die Menschen hier einst lebten. Gleichzeitig laden kleine Restaurants und Hafenkneipen dazu ein, frische Meeresfrüchte und regionale Spezialitäten zu genießen.

Yarmouth & Acadian Shores verbinden maritime Tradition, lebendige Kultur und die entspannte Gelassenheit einer Region, die bis heute eng mit dem Rhythmus des Meeres verbunden ist.

Zwischen sanften Hügeln, fruchtbaren Tälern und den dramatischen Küsten der Bay of Fundy liegt eine Region, die als historische Wiege Nova Scotias gilt. Hier entstanden die ersten europäischen Siedlungen Nordamerikas nördlich von Florida, und bis heute sind die Spuren der französischen Akadier, der britischen Kolonialzeit und der Mi’kmaq-Kultur allgegenwärtig.

Das Annapolis Valley zählt zu den fruchtbarsten Landschaften Kanadas. Obstgärten, Weinberge und kleine Farmen prägen das Bild der Region. Besonders rund um Wolfville und Grand-Pré haben sich einige der bekanntesten Weingüter Nova Scotias angesiedelt. Die sanften Hügel, weitläufigen Felder und die entspannte Atmosphäre verleihen dem Tal einen beinahe mediterranen Charakter.

Ganz anders präsentiert sich die Küste der Bay of Fundy. Hier bestimmen die höchsten Gezeiten der Welt das Leben der Menschen. Zweimal täglich strömen gewaltige Wassermassen in die Buchten und Küstenarme der Region und verändern die Landschaft innerhalb weniger Stunden. Orte wie Burntcoat Head, Digby Neck oder die Küsten um Brier Island machen die Kraft dieser Naturgewalten besonders eindrucksvoll erlebbar.

Historisch gehört die Region zu den bedeutendsten Orten Kanadas. Annapolis Royal, Fort Anne und Port-Royal erzählen die Geschichte der frühen europäischen Besiedlung und der wechselvollen Auseinandersetzungen zwischen Franzosen und Briten. Daneben prägt die akadische Kultur bis heute zahlreiche Gemeinden entlang der Küste, insbesondere in der Region Clare mit ihren imposanten Kirchen und lebendigen Traditionen.

Das Annapolis Valley und die Bay of Fundy verbinden Natur, Geschichte und Kulinarik auf einzigartige Weise. Hier treffen spektakuläre Gezeiten auf historische Siedlungen, preisgekrönte Weingüter auf traditionsreiche Fischerdörfer und einige der schönsten Küstenlandschaften Nova Scotias auf die entspannte Lebensart des Atlantiks.

Die North Shore zeigt eine andere Seite von Nova Scotia. Statt schroffer Atlantikklippen und wilder Brandung prägen hier lange Sandstrände, sanfte Küstenlandschaften und kleine Hafenorte das Bild. Entlang der Northumberland Strait liegen einige der wärmsten Salzwasserstrände Kanadas, die besonders im Spätsommer zum Baden und Spazieren einladen.

Historisch war die Region eng mit Landwirtschaft, Schiffbau, Fischerei und dem Handel entlang der Küste verbunden. Viele der kleinen Gemeinden haben ihren ursprünglichen Charakter bewahrt und vermitteln bis heute das entspannte Lebensgefühl des ländlichen Nova Scotia. In den Häfen schaukeln Fischerboote auf dem Wasser, während im Hinterland Obstgärten, Farmen und Weinberge die Landschaft prägen.

Gleichzeitig erzählt die North Shore eine faszinierende Geschichte, die weit über die menschliche Besiedlung hinausgeht. Die UNESCO-geschützten Joggins Fossil Cliffs gehören zu den bedeutendsten Fossilienfundstätten der Welt und ermöglichen einen Blick zurück in eine Zeit, als hier vor über 300 Millionen Jahren urzeitliche Wälder wuchsen. Die Gezeiten der Bay of Fundy haben diese Schichten freigelegt und machen sie bis heute sichtbar.

Zwischen Truro, Parrsboro und Pictou wechseln sich Naturerlebnisse, historische Orte und kulinarische Entdeckungen ab. Kleine Märkte, Weingüter und Hofläden laden dazu ein, regionale Spezialitäten kennenzulernen. Hier geht es weniger um große Sehenswürdigkeiten als um die Freude am langsamen Reisen, an landschaftlicher Vielfalt und an den vielen kleinen Entdeckungen entlang der Küste.

Die North Shore vermittelt ein Nova Scotia fernab der klassischen Postkartenmotive – ruhig, authentisch und geprägt von einer beeindruckenden Verbindung aus Natur, Geologie und maritimer Tradition.

Die Eastern Shore gehört zu den ursprünglichsten und zugleich am wenigsten bekannten Regionen Nova Scotias. Zwischen Halifax und Cape Breton erstreckt sich eine raue Küstenlandschaft aus unzähligen Buchten, vorgelagerten Inseln, langen Sandstränden und kleinen Fischerdörfern. Wer hier unterwegs ist, erlebt ein Nova Scotia fernab der bekannten Touristenrouten und großen Besucherzentren.

Historisch lebten die Menschen dieser Region von Fischerei, Schifffahrt, Holzwirtschaft und zeitweise auch vom Goldabbau. Viele der kleinen Küstenorte entstanden bereits im 18. und 19. Jahrhundert und haben sich ihren ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt. Freilichtmuseen wie Sherbrooke Village oder Memory Lane Heritage Village geben einen faszinierenden Einblick in das Leben früherer Generationen und machen die Geschichte der Region lebendig.

Die Menschen an der Eastern Shore gelten als bodenständig, freundlich und eng mit ihrer Heimat verbunden. Große touristische Infrastruktur sucht man hier meist vergeblich. Stattdessen prägen kleine Familienbetriebe, Fischerhäfen, Handwerksläden und lokale Museen das Bild. Die Region wirkt ruhiger und authentischer als viele andere Teile Nova Scotias und bietet einen besonderen Einblick in das Alltagsleben an der Atlantikküste.

Landschaftlich präsentiert sich die Eastern Shore von ihrer wilden Seite. Die berühmten „100 Wild Islands“ bilden einen der größten weitgehend unberührten Inselarchipele Nordamerikas. Dazwischen liegen einsame Sandstrände, Felsküsten, Heideflächen und geschützte Buchten. Orte wie der Martinique Beach oder der Taylor Head Provincial Park vermitteln ein Gefühl von Weite und Freiheit, das man selbst in Nova Scotia nur selten findet.

Gerade Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Wanderwege führen entlang der Küste, Seevögel begleiten die Besucher auf ihren Spaziergängen, und immer wieder öffnen sich weite Ausblicke auf den Atlantik. Die Eastern Shore ist keine Region spektakulärer Sehenswürdigkeiten, sondern eine Landschaft, die ihre Schönheit langsam entfaltet und gerade dadurch nachhaltige Eindrücke hinterlässt.

Die Eastern Shore bildet auf einer Rundreise einen wohltuenden Gegenpol zu den bekannteren Regionen Nova Scotias. Wer sich Zeit nimmt und den kleinen Straßen entlang der Küste folgt, entdeckt eine stille, ursprüngliche Welt, in der der Rhythmus des Meeres bis heute das Leben bestimmt.

Cape Breton Island bildet für viele Reisende den landschaftlichen Höhepunkt einer Reise durch Nova Scotia. Die Insel liegt im Nordosten der Provinz und vereint spektakuläre Küstenlandschaften, eine faszinierende Geschichte und eine einzigartige kulturelle Vielfalt. Hier treffen schroffe Hochlandplateaus auf tief eingeschnittene Täler, einsame Strände auf traditionsreiche Fischerdörfer und jahrhundertealte Kulturen auf eine beeindruckende Naturkulisse.

Die Geschichte Cape Bretons wurde von verschiedenen Völkern geprägt. Lange bevor europäische Siedler die Insel erreichten, lebten hier die Mi’kmaq, die die Insel bis heute als Unama’ki bezeichnen. Später hinterließen Franzosen, Akadier und insbesondere schottische Einwanderer ihre Spuren. Noch heute ist Cape Breton das Zentrum der gälischen Kultur Nordamerikas. Traditionelle Musik, Fiddle-Klänge, Ceilidhs und die enge Verbundenheit zur schottischen Herkunft prägen vielerorts das kulturelle Leben.

Die Menschen auf Cape Breton gelten als besonders gastfreundlich und heimatverbunden. In kleinen Küstenorten und Fischerdörfern spielen Gemeinschaft, Musik und regionale Traditionen bis heute eine wichtige Rolle. Gleichzeitig bietet die Insel mit ihren Museen, Kulturzentren und indigenen Angeboten tiefe Einblicke in ihre vielschichtige Geschichte.

Landschaftlich gehört Cape Breton zu den spektakulärsten Regionen Kanadas. Der Cape Breton Highlands National Park schützt weite Teile des Hochlands mit seinen dichten Wäldern, Küstenklippen und weiten Ausblicken über den Atlantik. Die berühmte Panoramastraße Cabot Trail führt auf rund 300 Kilometern durch einige der beeindruckendsten Landschaften der Insel und zählt zu den schönsten Küstenstraßen Nordamerikas.

Neben den Naturerlebnissen bietet Cape Breton auch bedeutende historische Sehenswürdigkeiten. Die Fortress of Louisbourg vermittelt eindrucksvoll das Leben in einer französischen Festungsstadt des 18. Jahrhunderts, während Eskasoni Cultural Journeys einen authentischen Einblick in die Kultur und Geschichte der Mi’kmaq ermöglicht.

Cape Breton Island bildet den krönenden Abschluss einer Reise durch Nova Scotia. Hier verbinden sich Natur, Kultur und Geschichte zu einem Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. Zwischen den Klippen des Cabot Trail, den stillen Gewässern des Bras d’Or Lake und den Geschichten der Menschen zeigt sich Nova Scotia von seiner eindrucksvollsten Seite.

Kanada 2025 – Übersicht über die Reise

Die Etappen unserer Reise

Eine Beschreibung für jede Etappe unserer Reise.

Früh geht es zu Hause los, nach einer Frühstückspause in Frankfurt geht es dann nach Toronto weiter, wo wir am Nachmittag ankommen. Das Hotel für eine Nacht ist in der Nähe des Flughafens. In Toronto bleiben wir nach der Rundfahrt noch einige Tage, wo wir uns die Stadt dann auch in Ruhe ansehen können.

Am Vormittag werden wir am Hotel abgeholt und können in Bolton bei Cruise Canada unser Wohnmobil übernehmen.
Nach der Übernahme gibt es verschiedene Möglichkeiten, um notwendige Dinge einzukaufen.

Die Fahrt von Bolton nach Peterborough in Ontario dauert ungefähr 2 Stunden für etwa 140 km, je nach Verkehrslage. Wir verlassen Bolton in Richtung Osten, fahren meist über Landstraßen und Highways durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Feldern, Wäldern und kleinen Seen, typisch für diese Region Ontarios und erreichen schließlich Peterborough. Dort werden wir auf dem Beavermead Campground unsere erste Nacht verbringen.

Heute sehen wir uns erst einmal den Peterborough Lift Lock an, eine Schleuse am Trent-Severn-Waterway. Dieser Kanal verbindet unter Ausnutzung zahlreicher natürlicher Seen den Lake Ontario mit dem Lake Huron.

Die Weiterfahrt von Peterborough zum Sandbanks Provincial Park führt durch die ländlichen Regionen Ontarios- Einen ersten Stopp können wir einlegen bei „The Big Apple“ nahe Colborne. Schon von weitem zu sehen ist der riesige Apfel. Hier gibt es lokale Spezialtäten, einen Streichelzoo und auch eine Runde Minigolf bietet Abwechslung. Von hier ist es nicht mehr weit in das „Prince Edward County“. In der malerischen Region finden sich Weingüter, Bauernmärkte und charmante Dörfer. Es bieten sich Stopps bei lokalen Weingütern wie Sugarbush Vineyards an.

An unserem Ziel, dem „Sandbanks Provincial Park“, gibt es weitläufigen Sandstrände und die größten Binnendünen der Welt zu sehen.

Vom Sandbanks Provincial Park nach Johnstown in Ontario fahren wir etwa 230 Kilometer, meist entlang des Highway 401 durch ländliche Regionen Südost-Ontarios in Richtung Osten.
Zwischen Kingston und Brockville erstreckt sich die berühmte Inselgruppe „Thousand Islands“ im Sankt-Lorenz-Strom. In Brockville kann der älteste Eisenbahntunnel in Kanada zu Fuß erkundet werden. Kurz vor Johnstown liegt die historische Stadt Prescott am Sankt-Lorenz-Strom. Hier befindet sich das Fort Wellington, ein National Historic Site, das Einblicke in die Geschichte der Region bietet.

Direkt hinter Johnstown liegt unser Campingplatz „Grenville Park Camping & RV Park“ direkt am Fluss.

In etwa 2 bis 2,5 Stunden reiner Fahrtzeit kommen wir nach Montréal. Immer entlang des Sankt-Lorenz-Stroms können wir unterwegs an einigen sehenswerten Stopps und landschaftlichen Highlights eine Pause einlegen.

Unterwegs können wir einige historische Stätten wie das Upper Canada Village in der Nähe von Morrisburg besuchen. In diesem Freilichtmuseum wird das Leben in einem kanadischen Dorf der 1860er Jahre authentisch nachgestellt. Aber auch der Long Sault Parkway lohnt sich, eine landschaftlich reizvolle Strecke, die elf Inseln im Sankt-Lorenz verbindet und zahlreiche Picknick- und Aussichtspunkte bietet.
Direkt am Sankt-Lorenz-Strom liegt gegenüber der Stadt unser Campingplatz in Longueuil bei dem dortigen Yachthafen.

Wir haben zwei Tage Zeit, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Montréal zu erkunden. Direkt an unserem Campingplatz legt die Fähre in die Altstadt ab, von wo aus das meiste gut erreichbar ist.

In Montréal gibt es viel zu sehen: Es laden besonders das historische Viertel Old Montréal (Vieux-Montréal) mit der Notre-Dame Basilica, der Place Jacques Cartier und die Uferpromenade des alten Hafens zum Erkunden ein. Auch Chinatown, Little Italy und der Parc Jean-Drapeau auf den Inseln im Sankt-Lorenz sind sehenswert.

Abwechslung bieten auch zahlreiche Museen oder der Freizeitpark auf dem der Insel Île Sainte-Hélène.
Kulinarisch hat Montréal viel zu bieten. Es gilt als die Heimat der Poutine, aber auch die hiesigen Bagels sind berühmt.

Heute folgen wir der alten Königsstraße (Chemin du Roi), um von Montréal nach Québec zu kommen. Die im 18. Jahrhundert erbaute Straße verband damals neben den beiden großen Städten auch die vielen Siedlungen auf der Nordseite des Sankt Lorenz Stroms. Heute folgt die Route 138 weitgehend dem alten Verlauf.

Unterwegs gibt es viele Dinge zu entdecken, sei es aus der Historie des alten „Neu-Frankreich“, kulinarische Stopps, sehenswerte Kirchen oder einfach die schöne Landschaft am Strom.

Québec selbst schauen wir uns in den nächsten Tagen an, heute durchfahren wir es nur um zu unserem Campingplatz „Camping de la Joie“ etwas nördlich der Stadt zu gelangen.

Dank des angebotenen Shuttles vom Campingplatz in die Stadt kommen wir problemlos dorthin. In der Stadt gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu sehen.
Die Stadt beherrscht das Chateau Frontenac, ein Hotel aus dem 19. Jahrhundert. Sehenswert ist die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, von hier führt eine Standseilbahn hinauf zur Zitadelle und zum Hotel. Etwas entfernt ist das Aquarium von Québec sehenswert.

Auf dem Weg zur nächsten Station unserer Reise sollten wir den ersten Halt direkt vor den Toren von Québec einlegen und uns den Wasserfall Chute-Montmorency ansehen, dieser ist höher als die Niagarafälle. Nach kurzer Fahrt können wir den bedeutenden Wallfahrtsort Sainte-Anne-de-Beaupré mit der beeindruckenden Klosterkirche besichtigen. Über viele kleine Dörfer führt und dann der Weg weiter nach Osten.

Nach Tadoussac setzen wir mit der Fähre über den Saguenay Fjord, bevor wir unseren Campingplatz Domaine des Dunes erreichen.

Tadoussac ist bekannt für Walbeobachtungen. Fast alle großen und kleinen Wale lassen sich hier sehen, eine der größten Population von Belugas ist hier im Saguenay Fjord sesshaft. In dem kleinen Ort Tadoussac werden verschiedene Möglichkeiten angeboten, den Walen näher zu kommen

Hier in Tadoussac haben wir bereits den östlichsten Punkt unserer Reise erreicht und auch Halbzeit. Ab jetzt geht es wieder zurück in Richtung Toronto, aber noch viele schöne Erlebnisse liegen vor uns.

In einiger Entfernung, aber immer wieder mit Möglichkeiten an den Fjord heranzukommen fahren wir in nordwestlicher Richtung nach Saguenay und weiter an den Lac Saint-Jean.

In der Umgebung von Saguenay gibt es einige schöne Wasserfälle zu sehen, die meist schon nach einem kurzen Spazierweg zu erreichen sind.

Hinter Saguenay dann sollten wir einen kleinen Abstecher machen und die Domaine Le Cageot besuchen, eines der wenigen Weingüter hier im Nord-Osten.

Ein Stück weiter liegt direkt beim Museumsdorf unser gleichnamiger Campingplatz.

Eine alte Papiermühle stellt das Zentrum von Val-Jalbert dar, das wir uns heute ansehen. Aber nicht nur die Mühle, sondern auch der kleine Ort ist museal erhalten und gibt Einblicke in die Lebensweise der Arbeiter und ihrer Familien.

Neben dem historischen Ort gibt es auch einen sehenswerten Wasserfall bei der alten Papiermühle, mit einer Seilbahn kann man auch nach oben zu einem Aussichtspunkt fahren.

Heute führt uns eine längere Fahrt durch die Laurentinischen Berge bis zum La Mauricie Park. Das meist eher dünn besiedelte Gebiet ist stark bewaldet. Einen ersten Stopp können wir in der Ermitage Satnt-Antoine einlegen, einem der vier nationalen Heiligtümern in Québec. Auf weiteren Weg lädt z.B. die Kleinstadt La Touque zu einem Halt ein.

Unser Campingplatz Camping de la Rivière-à-la-Pêche liegt nicht weit entfernt vom östlichen Eingang zum Park.

Zahlreiche Seen und einige Wasserfälle laden zu Wanderungen und Spaziergängen ein. Den heutigen Tag verbringen wir in der Natur und lassen es etwas gemütlicher angehen.

Heute geht es weiter in den Mont Tremblant National Park. Auf der Fahrt gibt es die Möglichkeit, eine Bisonfarm zu besichtigen, „La Terre des Bisons“. Dort gibt es auch Fleisch der mächtigen Tiere sowie weitere regionale Spezialitäten einzukaufen.

Wiederum kurz nach der Einfahrt in den Park liegt unser Campingplatz für diese Nacht am Lac Provost.

Der Mont Tremblant National Park ist ähnlich wie der La Mauricie National Park geprägt durch viele Seen, Wasserläufe und Wasserfälle. Nur die Berge sind hier höher, über 600m hoch. Wir verlassen unseren Campingplatz und fahren durch den Park zu unserem nächsten Campingplatz am Ausgang, dem Camping Bacagnole. Unterwegs können wir wieder so einige Spaziergänge und Wanderungen einlegen und die Natur genießen.

Wir verlassen heute den französisch geprägten Teil Kanadas und kommen wieder in den englischsprachigen Teil mit der Hauptstadt Ottawa.

Einen ersten Stopp können wir einlegen am „Sentier des Cimes Laurentides“, einem Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm, der einen schönen Blick in die Gegend des mondänen Ski-Ortes Mont Tremblant gewährt.

Wir fahren weiter durch das ländliche Québec, bevor wir den Ottawa River überqueren und im Wesley Clover Park unseren Campingplatz für die nächsten drei Nächte beziehen.

In Ottawa können wir uns neben dem Parlament auch das recht moderne Downtown oder das erher alte ByWard Market ansehen, die Entfernungen sind nicht allzu groß und der Nahverkehr bietet einige Möglichkeiten. Außerdem gibt es zahlreiche Museen, etwa das etwas außerhalb liegende Luft- und Raumfahrtmuseum oder das Naturkundemuseum mit seinen sehenswerten Dinosaurierfossilien.

Die vielen großen und kleinen Parks sowie der Rideau-Kanal bieten viele Möglichkeiten zum Ausruhen.

Heute verlassen wir Ottawa und fahren durch den landwirtschaftlich geprägten Osten von Ottawa zum Algonquin Provincial Park. Zahlreiche große und kleine Seen entlang der Strecke bieten Möglichkeiten, zwischendurch eine Pause einzulegen.

Kurz bevor wir den Park erreichen können wir noch das Algonquin Logging Museum ansehen, dieses liegt direkt am Weg. Zu sehen gibt es viele Geräte und Informationen zur Geschichte der Holzwirtschaft in der Gegend.

Unser Campingplatz „Lake of Two Rivers“ liegt mitten im Park.

Direkt beim Campingplatz ist auch ein Fahrradverleih. Eine gute Möglichkeit, um die Gegend so zu erkunden. Ein Radweg auf einer alten Bahnlinie führt in kurzer Entfernung am Campingplatz vorbei und verbindet einige Seen.

Unser letzte Nacht im Wohnmobil steht bevor, wir verlassen den Algonquin Park und fahren weiter südwestlich an die Georgian Bay, einen Teil des Lake Huron.

Unterwegs können wir noch einige interessante Orte besichtigen. So findet sich am Weg eine Ahornsirup-Farm. Oder wir kehren noch einmal an den Trent-Severn-Waterway zurück und sehen uns die Big Chute Marine Railway an, eine Schleuse, in die die Boote auf Schienen auf die nächste Ebene gezogen werden.

Unser letzter Campingplatz liegt direkt am Stand der Georgian Bay im Craigleith Provincial Park.

Jetzt geht unsere Wohnmobiltour zu Ende, das WoMo wird abgegeben und wir wechseln auf einen Mietwagen. In Toronto beziehen wir eine Wohnung in der Nähe der City, beim alten Fort York.

Etwa 3000 km haben wir in den vergangen 24 Tagen hinter uns gebracht, jetzt bleiben wir noch einige Tage hier.

In Toronto gibt es einiges anzusehen. Natürlich sollte der CN-Tower dazu gehören, um einmal einen Blick auf die Stadt zu genießen. Um die Skyline der Stadt aber gut zu sehen, empfiehlt sich ein Ausflug mit der Fähre nach Toronto Island, zum Sonnenuntergang kann es auch an den Polson Pier gehen, den wir auch mit dem Auto erreichen können.

In der Stadt können wir verschiedene Rundgänge machen, insbesondere Chinatown, St Lawrence Market und Kensington Market bieten auch zahlreiche Gelegenheiten zu kulinarischen Stärkung. Sehenswert sind auch die City Hall und zahlreiche Museen.

Von Toronto sind es keine 2 Stunden Fahrt mit dem Auto nach Niagara, wo wir die Wasserfälle einmal wiedersehen können, diesmal von der kanadischen Seite.

Heute geht unsere Reise zu Ende. Nachdem die Koffer fertig gepackt sind, können wir noch einmal eine Rundfahrt durch Toronto machen und letzte Eindrücke sammeln. Am Nachmittag geben wir den Mietwagen wieder ab und am Abend fliegen wir dann zurück nach Hause.

Nach 30 Tagen landen wir wieder in Bremen. Noch eine kurze Fahrt nach Hause und dann ist der Urlaub auch schon wieder vorbei.

Kanada 2025 – Am Wasser im Osten Kanadas

Drei Wochen entlang des Lake Ontario und St. Lorenz Stroms, an vielen Seen und durch großartige Landschaften führt diese Reise in den Osten Kanadas. Aber auch die großen Städte mit ihrem unterschiedlichen Flair fehlen nicht: Montreal, Quebec und natürlich die Hauptstadt Ottawa. Und zum Abschluss noch einige Tage in Toronto und zu den Niagara-Fällen. Es gibt viel zu sehen.


Übersicht über die Reise


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Ostsee 2024 – Am Strand und alte Hansestädte

Anstatt nach Übersee geht es dieses Jahr an die Ostsee. Zwar haben wir das Ziel, Rügen zu erreichen. Aber getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ kommen wir vielleicht bis dorthin oder auch noch nach Usedom. Oder wir bleiben irgendwo vorher, weil es uns gut gefällt. Hauptsache ans Meer.

Das Wohnmobil ist gemietet, dieses Mal probieren wir eines mit Hubbett vorne über den Sitzbänken und einem geräumigen Bad im Heck. Den haben wir Anfang des Jahres auf einer Campingmesse hier in Oldenburg entdeckt und der ist auch hier zu mieten. Ein Ahorn Act 640 ist es. Schauen wir mal, wie wir damit zurechtkommen.


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USA 2023 – Durch den Südwesten

Wieder einmal die USA. Und wieder einmal der Südwesten. In ähnlicher Form, nur nicht bis an den Pazifik, haben wir diese Tour rund um den Grand Canyon schon einmal gemacht. Damals mit Mietwagen und Hotelübernachtungen, diesmal mit dem Wohnmobil.

Zu entdecken gibt es noch so viel. Auch dieses Jahr habe ich so einige Perlen gefunden, wo wir noch nie waren. Aber auch bekanntes ist wieder dabei. Wir freuen uns auf zahlreiche Erlebnisse, neue Eindrücke und alte Bekannte.


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