Im Takt der Gezeiten – Nova Scotia 2026

Nova Scotia gehört zu den Regionen Kanadas, die seit vielen Jahren auf unserer Wunschliste stehen. Die Mischung aus rauer Atlantikküste, historischen Hafenstädten, ursprünglichen Landschaften und einer faszinierenden Mischung aus Mi’kmaq-, akadischer, schottischer und britischer Kultur macht die Provinz zu einem ganz besonderen Reiseziel.

Vom 2. bis 25. September 2026 werden wir die Provinz mit dem Wohnmobil erkunden. Unser Weg führt uns entlang einsamer Küstenstraßen, durch kleine Fischerdörfer und vorbei an einigen der eindrucksvollsten Naturlandschaften Atlantik-Kanadas. Von den Leuchttürmen der South Shore über die gewaltigen Gezeiten der Bay of Fundy bis zu den Highlands von Cape Breton möchten wir Nova Scotia in seinem eigenen Rhythmus erleben.

Der Titel dieser Reise ist dabei bewusst gewählt. Die Gezeiten prägen Nova Scotia wie kaum einen anderen Ort in Nordamerika. Besonders an der Bay of Fundy verändert sich die Landschaft innerhalb weniger Stunden vollständig. Wo eben noch Wasser war, lässt sich kurze Zeit später auf dem Meeresboden spazieren. Wenige Stunden danach kehrt das Meer zurück und bestimmt erneut den Takt des Tages. Dieses ständige Kommen und Gehen wird uns während der gesamten Reise begleiten.

Doch „Im Takt der Gezeiten“ beschreibt nicht nur die Natur, sondern auch unsere Art zu reisen. Mit dem Wohnmobil möchten wir uns bewusst Zeit nehmen, uns vom Wetter, von spontanen Entdeckungen und von Empfehlungen unterwegs leiten lassen. Kaum ein Tag ist durchgeplant. Vielmehr möchten wir die Freiheit genießen, länger zu bleiben, wenn uns ein Ort besonders gefällt, oder neue Wege einzuschlagen, wenn sich eine interessante Gelegenheit ergibt.

Unsere Route führt durch sechs sehr unterschiedliche Regionen Nova Scotias. Jede besitzt ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Landschaften. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte einer Provinz, deren Leben seit Jahrhunderten eng mit dem Meer verbunden ist.

Diese Seiten begleiten uns auf unserer Reise und halten Eindrücke, Begegnungen, Erlebnisse und Bilder fest. Vielleicht gelingt es dabei, ein Stück von dem einzufangen, was Nova Scotia so besonders macht: die Weite des Atlantiks, die Kraft der Gezeiten und die Gelassenheit der Menschen, die hier leben.


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Im Takt der Gezeiten – Nova Scotia 2026 – Übersicht über die Reise

Die Etappen unserer Reise

Eigentlich haben wir in diesem Jahr gar keine fest geplanten Etappen. Statt eines detaillierten Reiseplans haben wir nur eine grobe Route, viele Ideen und eine noch längere Liste von Orten, Wanderungen, Leuchttürmen, Stränden, Museen und kleinen Fischerdörfern, die wir unterwegs entdecken könnten.

Ob wir am Ende alles schaffen? Wahrscheinlich nicht. Aber genau das ist Teil des Plans. Wenn uns ein Ort besonders gefällt, bleiben wir einfach etwas länger. Wenn das Wetter nicht mitspielt, fahren wir weiter. Und wenn am Ende noch etwas auf der Liste übrig bleibt, haben wir einen guten Grund, wiederzukommen.

Daher gibt es hier zunächst nur einen Überblick über Nova Scotia und die Regionen, die wir während unserer Reise mit dem Wohnmobil erkunden möchten. Denn wie die Gezeiten an der Bay of Fundy wird auch unsere Route nicht jeden Tag gleich verlaufen – wir reisen ganz bewusst im Takt der Gezeiten.

Halifax ist das Tor zu Nova Scotia und für viele Reisende der erste Kontakt mit Atlantik-Kanada. Die Provinzhauptstadt liegt an einem der größten Naturhäfen der Welt und verbindet maritime Geschichte mit einer lebendigen Kulturszene, moderner Architektur und entspannter Lebensart.

Seit der Gründung im Jahr 1749 prägt der Hafen die Entwicklung der Stadt. Von hier aus brachen Schiffe in alle Teile der Welt auf, Einwanderer kamen nach Kanada und die britische Marine sicherte ihre Präsenz im Nordatlantik. Bis heute sind diese Einflüsse überall sichtbar: in der imposanten Zitadelle auf dem Citadel Hill, an der historischen Waterfront, im Maritime Museum of the Atlantic und am Pier 21, dem ehemaligen Eingangstor für Millionen Einwanderer.

Doch Halifax ist weit mehr als nur Geschichte. Entlang der Hafenpromenade laden Restaurants, Brauereien, Cafés und kleine Geschäfte zum Bummeln ein. Die Public Gardens bieten eine grüne Oase mitten in der Stadt, während die Fähre nach Dartmouth eine der schönsten Perspektiven auf die Skyline eröffnet. Moderne Architektur trifft hier auf historische Backsteinbauten, internationale Einflüsse auf maritime Traditionen.

Halifax ist der ideale Ort, um in die Atmosphäre Nova Scotias einzutauchen. Die Stadt verbindet Kultur, Geschichte und Lebensfreude mit der Gelassenheit des Atlantiks und bildet einen perfekten Auftakt oder Abschluss einer Rundreise durch die Provinz.

Die South Shore ist für viele das Nova Scotia aus dem Bilderbuch. Entlang der zerklüfteten Atlantikküste reihen sich Leuchttürme, kleine Fischerdörfer, vorgelagerte Inseln und farbenfrohe Hafenstädte aneinander. Seit Jahrhunderten prägen Fischerei, Schiffbau und der Handel über den Atlantik das Leben der Menschen in dieser Region.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese maritime Geschichte in Lunenburg. Die UNESCO-Welterbestadt mit ihren bunt gestrichenen Holzfassaden und dem berühmten Schoner Bluenose II gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Provinz. Doch die South Shore bietet weit mehr als historische Hafenorte. Zwischen Granitfelsen und einsamen Buchten finden sich kreative Künstlergemeinden, kleine Galerien, gemütliche Cafés und traditionelle Handwerksbetriebe.

Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählen die weltberühmten Granitfelsen von Peggy’s Cove, die ruhigen Strände und Küstenwege rund um Port Joli sowie die Wälder, Seen und Kanurouten des Kejimkujik-Nationalparks. Hier verbindet sich die raue Schönheit des Atlantiks mit einer bemerkenswerten Gelassenheit, die vielerorts zum Markenzeichen Nova Scotias geworden ist.

Wer Nova Scotia zum ersten Mal bereist, findet an der South Shore vieles von dem, was die Provinz so besonders macht: maritime Geschichte, spektakuläre Küstenlandschaften, freundliche Menschen und das Gefühl, dass die Zeit hier ein wenig langsamer vergeht.

Entlang der südwestlichen Küste Nova Scotias erstreckt sich eine Region, die wie keine andere von ihrer akadischen Geschichte geprägt ist. Die Yarmouth & Acadian Shores erzählen von den Nachfahren der französischen Siedler, die seit Jahrhunderten an den Küsten des Atlantiks leben und ihre Sprache, Kultur und Traditionen bis heute bewahrt haben.

Die Region wirkt ursprünglicher und oft auch etwas ruhiger als die bekannteren Küstenabschnitte der Provinz. Kleine Fischerdörfer, bunte Hafenanlagen und lange Sandstrände prägen das Landschaftsbild. Die Fischerei spielt nach wie vor eine zentrale Rolle, und in vielen Orten bestimmen Hummerfang, Bootsbau und die Verarbeitung von Meeresfrüchten noch heute den Alltag.

Neben ihrer reichen Geschichte beeindruckt die Region vor allem durch ihre Nähe zum Meer. Leuchttürme markieren die felsigen Küsten, Fischerboote schaukeln in geschützten Buchten, und entlang der Küstenstraßen eröffnen sich immer wieder weite Ausblicke über den Atlantik. Besonders der markante Cape Forchu Lighthouse ist zu einem Wahrzeichen der Region geworden.

Die akadische Kultur ist überall spürbar – in der Sprache, in den Ortsnamen, in der Musik und in der Küche. Im historischen Akadierdorf können Besucher in die Vergangenheit eintauchen und erleben, wie die Menschen hier einst lebten. Gleichzeitig laden kleine Restaurants und Hafenkneipen dazu ein, frische Meeresfrüchte und regionale Spezialitäten zu genießen.

Yarmouth & Acadian Shores verbinden maritime Tradition, lebendige Kultur und die entspannte Gelassenheit einer Region, die bis heute eng mit dem Rhythmus des Meeres verbunden ist.

Zwischen sanften Hügeln, fruchtbaren Tälern und den dramatischen Küsten der Bay of Fundy liegt eine Region, die als historische Wiege Nova Scotias gilt. Hier entstanden die ersten europäischen Siedlungen Nordamerikas nördlich von Florida, und bis heute sind die Spuren der französischen Akadier, der britischen Kolonialzeit und der Mi’kmaq-Kultur allgegenwärtig.

Das Annapolis Valley zählt zu den fruchtbarsten Landschaften Kanadas. Obstgärten, Weinberge und kleine Farmen prägen das Bild der Region. Besonders rund um Wolfville und Grand-Pré haben sich einige der bekanntesten Weingüter Nova Scotias angesiedelt. Die sanften Hügel, weitläufigen Felder und die entspannte Atmosphäre verleihen dem Tal einen beinahe mediterranen Charakter.

Ganz anders präsentiert sich die Küste der Bay of Fundy. Hier bestimmen die höchsten Gezeiten der Welt das Leben der Menschen. Zweimal täglich strömen gewaltige Wassermassen in die Buchten und Küstenarme der Region und verändern die Landschaft innerhalb weniger Stunden. Orte wie Burntcoat Head, Digby Neck oder die Küsten um Brier Island machen die Kraft dieser Naturgewalten besonders eindrucksvoll erlebbar.

Historisch gehört die Region zu den bedeutendsten Orten Kanadas. Annapolis Royal, Fort Anne und Port-Royal erzählen die Geschichte der frühen europäischen Besiedlung und der wechselvollen Auseinandersetzungen zwischen Franzosen und Briten. Daneben prägt die akadische Kultur bis heute zahlreiche Gemeinden entlang der Küste, insbesondere in der Region Clare mit ihren imposanten Kirchen und lebendigen Traditionen.

Das Annapolis Valley und die Bay of Fundy verbinden Natur, Geschichte und Kulinarik auf einzigartige Weise. Hier treffen spektakuläre Gezeiten auf historische Siedlungen, preisgekrönte Weingüter auf traditionsreiche Fischerdörfer und einige der schönsten Küstenlandschaften Nova Scotias auf die entspannte Lebensart des Atlantiks.

Die North Shore zeigt eine andere Seite von Nova Scotia. Statt schroffer Atlantikklippen und wilder Brandung prägen hier lange Sandstrände, sanfte Küstenlandschaften und kleine Hafenorte das Bild. Entlang der Northumberland Strait liegen einige der wärmsten Salzwasserstrände Kanadas, die besonders im Spätsommer zum Baden und Spazieren einladen.

Historisch war die Region eng mit Landwirtschaft, Schiffbau, Fischerei und dem Handel entlang der Küste verbunden. Viele der kleinen Gemeinden haben ihren ursprünglichen Charakter bewahrt und vermitteln bis heute das entspannte Lebensgefühl des ländlichen Nova Scotia. In den Häfen schaukeln Fischerboote auf dem Wasser, während im Hinterland Obstgärten, Farmen und Weinberge die Landschaft prägen.

Gleichzeitig erzählt die North Shore eine faszinierende Geschichte, die weit über die menschliche Besiedlung hinausgeht. Die UNESCO-geschützten Joggins Fossil Cliffs gehören zu den bedeutendsten Fossilienfundstätten der Welt und ermöglichen einen Blick zurück in eine Zeit, als hier vor über 300 Millionen Jahren urzeitliche Wälder wuchsen. Die Gezeiten der Bay of Fundy haben diese Schichten freigelegt und machen sie bis heute sichtbar.

Zwischen Truro, Parrsboro und Pictou wechseln sich Naturerlebnisse, historische Orte und kulinarische Entdeckungen ab. Kleine Märkte, Weingüter und Hofläden laden dazu ein, regionale Spezialitäten kennenzulernen. Hier geht es weniger um große Sehenswürdigkeiten als um die Freude am langsamen Reisen, an landschaftlicher Vielfalt und an den vielen kleinen Entdeckungen entlang der Küste.

Die North Shore vermittelt ein Nova Scotia fernab der klassischen Postkartenmotive – ruhig, authentisch und geprägt von einer beeindruckenden Verbindung aus Natur, Geologie und maritimer Tradition.

Die Eastern Shore gehört zu den ursprünglichsten und zugleich am wenigsten bekannten Regionen Nova Scotias. Zwischen Halifax und Cape Breton erstreckt sich eine raue Küstenlandschaft aus unzähligen Buchten, vorgelagerten Inseln, langen Sandstränden und kleinen Fischerdörfern. Wer hier unterwegs ist, erlebt ein Nova Scotia fernab der bekannten Touristenrouten und großen Besucherzentren.

Historisch lebten die Menschen dieser Region von Fischerei, Schifffahrt, Holzwirtschaft und zeitweise auch vom Goldabbau. Viele der kleinen Küstenorte entstanden bereits im 18. und 19. Jahrhundert und haben sich ihren ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt. Freilichtmuseen wie Sherbrooke Village oder Memory Lane Heritage Village geben einen faszinierenden Einblick in das Leben früherer Generationen und machen die Geschichte der Region lebendig.

Die Menschen an der Eastern Shore gelten als bodenständig, freundlich und eng mit ihrer Heimat verbunden. Große touristische Infrastruktur sucht man hier meist vergeblich. Stattdessen prägen kleine Familienbetriebe, Fischerhäfen, Handwerksläden und lokale Museen das Bild. Die Region wirkt ruhiger und authentischer als viele andere Teile Nova Scotias und bietet einen besonderen Einblick in das Alltagsleben an der Atlantikküste.

Landschaftlich präsentiert sich die Eastern Shore von ihrer wilden Seite. Die berühmten „100 Wild Islands“ bilden einen der größten weitgehend unberührten Inselarchipele Nordamerikas. Dazwischen liegen einsame Sandstrände, Felsküsten, Heideflächen und geschützte Buchten. Orte wie der Martinique Beach oder der Taylor Head Provincial Park vermitteln ein Gefühl von Weite und Freiheit, das man selbst in Nova Scotia nur selten findet.

Gerade Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Wanderwege führen entlang der Küste, Seevögel begleiten die Besucher auf ihren Spaziergängen, und immer wieder öffnen sich weite Ausblicke auf den Atlantik. Die Eastern Shore ist keine Region spektakulärer Sehenswürdigkeiten, sondern eine Landschaft, die ihre Schönheit langsam entfaltet und gerade dadurch nachhaltige Eindrücke hinterlässt.

Die Eastern Shore bildet auf einer Rundreise einen wohltuenden Gegenpol zu den bekannteren Regionen Nova Scotias. Wer sich Zeit nimmt und den kleinen Straßen entlang der Küste folgt, entdeckt eine stille, ursprüngliche Welt, in der der Rhythmus des Meeres bis heute das Leben bestimmt.

Cape Breton Island bildet für viele Reisende den landschaftlichen Höhepunkt einer Reise durch Nova Scotia. Die Insel liegt im Nordosten der Provinz und vereint spektakuläre Küstenlandschaften, eine faszinierende Geschichte und eine einzigartige kulturelle Vielfalt. Hier treffen schroffe Hochlandplateaus auf tief eingeschnittene Täler, einsame Strände auf traditionsreiche Fischerdörfer und jahrhundertealte Kulturen auf eine beeindruckende Naturkulisse.

Die Geschichte Cape Bretons wurde von verschiedenen Völkern geprägt. Lange bevor europäische Siedler die Insel erreichten, lebten hier die Mi’kmaq, die die Insel bis heute als Unama’ki bezeichnen. Später hinterließen Franzosen, Akadier und insbesondere schottische Einwanderer ihre Spuren. Noch heute ist Cape Breton das Zentrum der gälischen Kultur Nordamerikas. Traditionelle Musik, Fiddle-Klänge, Ceilidhs und die enge Verbundenheit zur schottischen Herkunft prägen vielerorts das kulturelle Leben.

Die Menschen auf Cape Breton gelten als besonders gastfreundlich und heimatverbunden. In kleinen Küstenorten und Fischerdörfern spielen Gemeinschaft, Musik und regionale Traditionen bis heute eine wichtige Rolle. Gleichzeitig bietet die Insel mit ihren Museen, Kulturzentren und indigenen Angeboten tiefe Einblicke in ihre vielschichtige Geschichte.

Landschaftlich gehört Cape Breton zu den spektakulärsten Regionen Kanadas. Der Cape Breton Highlands National Park schützt weite Teile des Hochlands mit seinen dichten Wäldern, Küstenklippen und weiten Ausblicken über den Atlantik. Die berühmte Panoramastraße Cabot Trail führt auf rund 300 Kilometern durch einige der beeindruckendsten Landschaften der Insel und zählt zu den schönsten Küstenstraßen Nordamerikas.

Neben den Naturerlebnissen bietet Cape Breton auch bedeutende historische Sehenswürdigkeiten. Die Fortress of Louisbourg vermittelt eindrucksvoll das Leben in einer französischen Festungsstadt des 18. Jahrhunderts, während Eskasoni Cultural Journeys einen authentischen Einblick in die Kultur und Geschichte der Mi’kmaq ermöglicht.

Cape Breton Island bildet den krönenden Abschluss einer Reise durch Nova Scotia. Hier verbinden sich Natur, Kultur und Geschichte zu einem Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. Zwischen den Klippen des Cabot Trail, den stillen Gewässern des Bras d’Or Lake und den Geschichten der Menschen zeigt sich Nova Scotia von seiner eindrucksvollsten Seite.

Tag 30 – Dienstag 30.09.2025: Wieder zu Hause. Oldenburg

Nach etwa 8 Stunden Flug und wenig Schlaf sind wir trotz Verspätung beim Abflug pünktlich in Frankfurt gelandet.

Weiter ging es dann nach Bremen. Nach nicht einmal einer Stunde sind wir dort bei Sonnenschein gelandet. Unsere Koffer und den Campingstuhl (ja, den haben wir mitgenommen) waren auch da, der Luftibus brachte uns nach Hause.

Nun war der schöne Urlaub also vorbei. Aber Ideen für die nächsten Reisen gibt es schon…

Tag 29 – Montag 29.09.2025: Letzte Eindrücke der Stadt und Heimreise. Toronto – Frankfurt

Heute sollte der Urlaub also zu Ende sein. Die Koffer waren gepackt und im Auto verstaut, das Appartement aufgeräumt. Wir hatten noch den Tag über Zeit, erst gegen 16 Uhr musste das Auto abgegeben werden, um 21 Uhr sollte der Flug zurück nach Hause starten. Also entschieden wir uns, auf dem Weg zum Flughafen noch das Casa Loma zu besichtigen, eine Fabrikantenvilla, die um 1910 burgähnlich erbaut wurde. Der Eintritt war übrigens auch wieder in der Toronto-Card enthalten.

Aber zunächst ging es erst einmal durch Toronto.

Und dann kamen wir zu Casa Loma.

Etwas abgesetzt sind die Stallungen und Garagen der Villa, zu erreichen waren diese durch einen unterirdischen Tunnel, der bereits passend zu Halloween geschmückt war.

Die Türme können bestiegen werden, wir haben nur den größeren erklommen. Noch einmal gab es schöne Aussichten auf Toronto.

Und nun sollte die Reise wirklich zu Ende gehen. Es ging weiter zur Autovermietung, deren Shuttle brachte uns zum Flughafen. Noch eine Fahrt mit dem Flughafenzug, der die Terminals und Parkplätze verbindet, dann waren wir auch schon am Terminal. Eingecheckt hatte ich bereits am Vorabend, Bordkarten und Kofferanhänger nach etwas hin und her auch gedruckt. Das Gepäck haben wir direkt aufgegeben und dann noch etwa drei Stunden Zeit. Die haben wir uns in der Nähe unseres Gates vertrieben. Das Boarding hatte sich etwas verzögert, ging dann aber doch einigermaßen schnell. Und dann ging der Heimflug mit etwas Verspätung los.

Tag 28 – Sonntag 28.09.2025: Im Zoo. Toronto

Unser letzter voller Tag in Toronto hatte begonnen. Wir wollten noch den Zoo besuchen, auch hier ist der Eintritt in der Toronto-Card enthalten. Der Zoo liegt etwas außerhalb, nach etwa einer halben Stunde Fahrt haben wir ihn erreicht. Es war Sonntag und daher viel los. Um es vorwegzunehmen, wir haben (natürlich) nicht alles gesehen. Aber schön ist der Zoo, es wird auch hier viel gebaut und viele Gehege sind schon neu gemacht und sehr großzügig angelegt.

Zunächst sind wir in den Indo-Malayischen Bereich abgebogen.

Es folgte dann die afrikanische Savanne.

Zumindest die Eisbären wollten wir auch noch besuchen, wir haben uns so viel Zeit gelassen, dass es schon auf die Schließung zuging. Aber einer der Bären zeigte sich, er hielt schon ein Schläfchen direkt bei den Besuchern.

Auf dem Rückweg ins Appartement wollten wir noch an einem Aussichtspunkt am Hafen schauen, der eine schöne Sicht auf die Stadt vor der untergehenden Sonne bietet. Diese war zwar schon nicht mehr sichtbar, aber das Panorama für den Abschied genau passend.

Am Abend war dann Koffer packen angesagt. So schnell sind die vier Wochen vergangen.

Tag 27 – Samstag 27.09.2025: Über der Stadt und unter Haien. Toronto

Heute wollten wir zum CN Tower und danach mal weitersehen. Der Tag begann schon sonnig, beste Voraussetzungen, um von dort oben die Stadt und das Umland zu sehen. Wir sind mit der Straßenbahn gefahren, die Haltestelle war ja direkt vor der Tür. Auf dem Weg zum Tower sahen wir schon die Rogers-Arena, dort sollte an diesem Tag ein Baseballspiel stattfinden. Wir haben kurz überlegt, ob wir uns dies ansehen, haben uns aber dagegen entschieden, da wir in LA ja auch schon eines gesehen haben. Es war schon viel los, obwohl das Spiel erst zwei Stunden später anfangen sollte.

Wir sind dann weiter zum CN Tower. Die Eintrittspreise sind recht hoch, daher haben wir uns die Toronto-Card online gekauft, dort ist der Eintritt für den Tower und Ripleys Aquarium (direkt neben dem Tower) schon enthalten. Und weitere Attraktionen kann man sich dazu aussuchen. Mit der Card ging es dann zum Eingang und recht schnell waren wir auch schon im Aufzug, der teilweise verglast ist und so schon bei der Fahrt hinauf schöne Aussichten bietet. Noch schöner wird es dann auf der Aussichtsplattform.

Auf der unteren Plattform gab es dann noch die Möglichkeit, sich über die nach unten gerichteten Fenster zu beugen bzw. gleich auf einen Glasboden zu stellen und etwa 350 Meter nach unten zu sehen. Nachdem wir die alle Seiten ausgiebig betrachtet haben, ging es wieder abwärts. Nach dem üblichen Gang durch den Andenkenladen waren wir wieder auf dem Platz vor dem Turm.

Als Nächstes sollte es dann ins Ripleys Aquarium gehen. Dies ist direkt neben dem CN Tower. Vom Eingangsbereich machte es zunächst einen sehr touristischen Eindruck, der sich aber später relativieren sollte. Zunächst ging es durch einige nach Themen gegliederten Abteilungen.

Und dann kamen wir zur Hauptattraktion: das große Aquarium, in denen auch Haie schwammen. Auf einem Laufband wurden wir etwa 15 Minuten lang durch das Aquarium gefahren. Da war so beeindruckend, dass wir die Fahrt gleich zweimal gemacht haben.

Am Ende konnte man dann auch noch von oben in das große Wasserbecken schauen.

Nach dem Aquarium wollten wir eigentlich wieder zurück in unser Appartement, da gegenüber aber das Eisenbahnmuseum mit vielen Exponaten auf der Freifläche ist, haben wir uns dies auf dem Weg zurück zur Straßenbahn natürlich nicht entgehen lassen.

Tag 26 – Freitag 26.09.2025: Noch mehr Wasser. Niagara Falls

Wir wollten ja noch zu den Niagarafällen. Da es dort am Wochenende immer recht voll sein sollte, sind wir also am Freitag hingefahren. Über die Highways dauerte die Fahrt knappe zwei Stunden.

Geparkt haben wir direkt auf dem Besucherparkplatz an den Horseshoe-Falls. Beeindruckend, wie viel Wasser die Fälle hinunterstürzt.

Wir sind dann den Weg entlang der Abbruchkante an den Fällen bis zum unteren Ende an den American Falls gegangen, unterwegs boten sich immer wieder schöne Aussichten auf die Fälle.

Am Ende der Promenade ist seit einigen Jahren eine Zip-Line vorhanden, die wir aber nicht nutzten. Nachdem wir einige mutige beobachtet haben, sind wir wieder langsam zurück in Richtung Parkplatz gegangen. Da es nur noch etwa zwei Stunden bis zum Sonnenuntergang waren und dann die Fälle illuminiert werden sollten, entschlossen wir uns, zunächst im dortigen Restaurant essen zu gehen und dann noch die Lichtshow anzusehen.

Das Essen war lecker, als wir fertig waren, ging die Sonne auch schon unter. Nach einiger Zeit startete dann auch die Lichtshow.

Der Rückweg nach Toronto führte wieder über die Autobahn. Bei Nacht boten sich wieder tolle Ausblicke auf die Städte entlang des Weges.

Tag 25 – Donnerstag 25.09.2025: Abgabe des Wohnmobils und Ankommen in Toronto. Craigleith Provincial Park – Toronto

Nach dem Frühstück haben wir schnell die restlichen Sachen zusammengepackt und das Wohnmobil noch einmal geputzt. Dann ging es zurück in Richtung Bolton, um das Wohnmobil wieder abzugeben. Noch einmal sind wir durch die ländlichen Gegenden gefahren, dann wurde es urbaner und wir hatten Bolton wieder erreicht.

Die Rückgabe selbst war unkompliziert, uns wurde ein Uber gerufen, mit dem wir zum Autovermieter weitergebracht wurden. Auch hier war die Übernahme unkompliziert. Schon bald hatten wir das große Wohnmobil gegen einen kleinen PKW getauscht. Beim ersten Schlagloch hatten wir das Gefühl, das ganze Auto versinkt darin. Bald zeigte sich dann auch die Skyline von Toronto.

Unsere Wohnung in Toronto haben wir schnell gefunden, auch der Schlüssel war dank sehr guter Beschreibung schnell erhalten. Das kleine Appartement im 27. Stockwerk bot eine wunderbare Aussicht auf Toronto mit dem CN Tower.

Tag 24 – Mittwoch 24.09.2025: Ein letzter Tag im Wohnmobil. Algonquin Provincial Park – Craigleith Provincial Park

In der Nacht hatte es weiter geregnet und auch auf der weiteren Fahrt war das Wetter durchwachsen. Doch die Farben des Indian Summer auf der Fahrt entschädigten dafür.

Mögliche Stopps unterwegs hatten wir verworfen, um nicht allzu spät anzukommen und abends die Zeit zum Kofferpacken zu nutzen. Aber einen Halt zum Lunch wollten wir dann doch einlegen. An der Autobahn sah ich einen Hinweis auf Dampfschiffe in Muskoka. So folgten wir dem Hinweis und fanden einen Parkplatz am See mit schönem Blick auf den Anleger und eines der Schiffe.

Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen haben, fuhren wir weiter in Richtung Craigleith. Unterwegs wechselten sich immer wieder Regen und Sonnenschein ab, wobei der Regen überwog. Auffällig war, dass die Straßen kilometerweit geradeaus gingen, je näher wir der Georgian Bay, einem Teil des Lake Huron kamen.

Am Campingplatz war schon niemand mehr, aber wir konnten trotzdem auf unseren Platz und dann online einchecken. Nachdem das Wohnmobil abgestellt war, sind wir noch für ein Stündchen an den See gegangen, wo wir den Strand für uns alleine hatten.

Am Abend mussten wir dann die Koffer packen, am nächsten Tag gaben wir das Wohnmobil nach dreieinhalb Wochen wieder ab.

Tag 23 – Dienstag 23.09.2025: Fahrradtour und Holzfällermuseum in Ontarios ältestem Park. Algonquin Provincial Park

Wir hatten keine Fahrräder vorbestellt, sind daher früh aufgestanden, ein Muffin vom Tim Horton am Vortag und ein frisch gebrühter Kaffee mussten als Frühstück reichen. Aber wir haben uns einiges eingepackt, um unterwegs ein Picknick zu machen.

Beim Fahrradverleih war es kein Problem, E-Bikes für einen halben Tag zu leihen. Wir wollten ja zumindest einen Teil der alten Bahnstrecke abfahren, die bis Anfang der 1940er Jahre durch den Park verlief. Der aus unserer Sicht schönere Teil an einigen Seen entlang sollte zwar teilweise eine schlechte Wegstrecke sein, wir haben diese Route trotzdem gewählt. Und wir wurden nicht enttäuscht, der Weg war ganz gut und wir wurden mit wunderschönen Aussichten belohnt. Und das, obwohl sich die Sonne heute nicht so recht zeigen wollte. Am Ende der Strecke machten wir dann auf einem freien Campingplatz ein Picknick mit Blick auf den See.

Auch zurück war der Weg dank E-Unterstützung ein Kinderspiel. Und da wir nun noch einige Stunden Zeit hatten, wollten wir uns noch das Holzfällermuseum ansehen, das wir am Vortag bereits kurz besucht hatten. Also das Wohnmobil gestartet und zurück zum Eingang des Parks. Auf dem Weg sind wir noch kurz ins Besucherzentrum des Parks abgebogen.

Dann ging es weiter zum Holzfällermuseum. Das kleine Museum im Häuschen haben wir ausgelassen, das kannten wir ja schon, sind stattdessen direkt auf den Rundweg abgebogen. Hier wurde in vielen Stationen erklärt, wie sich der Holzabbau in Laufe der Zeit verändert hat. Sehr schön war, dass alles anschaulich dargestellt wurde. Ein sehr schönes Museum, vor allem der Pfad durch den Wald.

Abends hatten wir dann noch ein Lagerfeuer entfacht und darauf Würstchen gegrillt, leider fing es dann später an, zu regnen, sodass wir doch früher als gedacht im Wohnmobil waren.